hirnfick!
Mai 13th, 2009
hirnfick!
Published on Mai 13th, 2009 @ 21:07:26 , using 1075 Wörter, 1057 Ansichten
egal wie ich mich drehe - wende - grübel und nachdenke - egal welche entscheidung nun getroffen wird oder nicht - ich drehe mich mit allen ergebnissen im kreis
und vielleicht ja..vielleicht sollte ich jetzt mal hier ein kleines outing über gewisse vergangene dinge ablassen..dinge die noch in andere kategorien gehören - aber wtf ..egal..vielleicht hilft es gedanken zu sortieren und klare gedanken zu fassen
im jahre 2003 habe ich den entschluß gefaßt meine familie zu verlassen..zuvor muß man vielleicht noch erwähnen dass ich neben der kleinen beruflichen tätigkeit als freie dozentin noch mal eben ein unternehmen mit so 5-8 mitarbeitern - je nach auftragslage noch geführt habe und auch dort natürlich präsent war - wenn ich nicht grade bei einer der zahlreichen geschäftsreisen unterwegs war...familienurlaub gab es nur wenn der aufenthalt grade in österreich bei geschäftskunden oder in anderen gegenden rund um bad reichenhall ein paar tage länger es halt zuließen...ganz businesslike eben...um k. hat sich mein ex-mann gekümmert...ja..man kann schon sagen sie ist wirklich ein papa-kind gewesen...andere kinder schreien nach mama...k schrie nach papa....irgendwann wurde alles zuviel...der ex machte zu wenig..an mir hing alles...zurück kam nichts...und so ergab das eine das andere...und noch viel mehr....ich lernte jemanden kennen und ging....sogar mit einem relativ gutem gewissen...so wußte ich doch k. bestens aufgehoben - hatte sich doch der bezug auch aufgrund der arbeit doch sehr gelockert und ich will hier keine entschuldigung finden - fehler sicherlich die meisten auch hier von mir...
doch mein ex kam damit nicht klar...der kontakt zu meiner mutter mit der ich schon seit jahren eigentlich null kontakt hatte weil ich diesen auch begründet in kindheit und vielen anderen vorfällen abgebrochen hatte - nahm er wieder auf...dramatisierte vieles und ...was ich nie niemals nie vermutet hätte - er kam mit der situation nicht klar....schob k. zu meinen eltern regelrecht ab - ich erfuhr es dann ca. 4 wochen später...während dieser zeit versuchte ich grade mein leben in den griff zu kriegen...schon weit weg der heimat in hannover - eine neue beziehung mit einer frau....während wir da also noch bei freunden in hannover wohnten und auf die eigene wohnung gewartet haben, dinge regelten und überhaupt kam dann diese nachricht endlich auch zu mir...es blieb nix anderes übrig als ins ruhrgebiet zu fahren...versuchen dort zu regeln...k. war damals 8
gut..was soll ich nun sagen...mich weiter mit selbstvorwürfen quälen .. oder was auch sonst...die entscheidung war dann erstmal k. bleibt bei meinen eltern...ich mußte mein völlig aus den angeln gerissenes leben sortieren...mich sortieren..klar kommen...egoistisch sein! .. so verging die zeit....alles war top und super...k. wollte überhaupt nicht zu mir..das leben bei oma war ja so genial super - mal so nebenbei erwähnt, sie wird und wurde auch nach strich und faden verwöhnt, kein paar turnschuhe unter 100 euro, alles nur marke, natürlich immer nur das beste vom besten war grade genug und dies in reichlich auswahl...mein gewissen quälte mich nur hin wieder...so lief doch auch bei mir nicht alles glatt...ich fing mein leben auf...stand beruflich auf festen beinen als das nächste ding mir die beine wegriss....aber dann lernte ich schatzi kennen...ein rauf und runter...und schließlich der entschluß nach berlin zu gehen...mittlerweile der beginn der pubertät bei k. - und selten mal ein anruf in dem es hieß ich will zu dir - hier ist es furchtbar und oma ist blöd und ich weiß nicht was...am nächsten tag jedoch alles wieder gut....oder wollte ich es nur gut sehen?
ich meine - wir leben hier prima - meine verantwortung weit weg geschoben - meine gewissensbisse verdrängt - ich kenne meine mutter - wenn nicht ich wer dann sonst - und nun wieder so ein anruf - dramatischer als sonst und auch einen tag später noch der entschluß von k. zu uns nach berlin zu wollen - ein entschluß der nach vollzug auch nicht mehr rückgängig zu machen ist - eine entscheidung die ich zu treffen habe, obliegt mir doch auch das sorgerecht....übrigens falls sich wer fragt...der ex ist relativ spurlos verschwunden...auch dies sicherlich mit grund...
nun sitze ich nun hier...eigentlich war es klar..k. hat die entscheidung mir vor einigen stunden noch mitgeteilt, der umzug und alles was getan werden muß spielt sich in meinem kopf ab....schatz und ich redeten darüber - na klar und nun wollte ich eben mit ihr noch sprechen...ich meine über 600 km müssen überbrückt werden und so vieles anderes muß geklärt werden und nun schläft das kind?
meine mutter redet drumherum, wechselt galant das thema und ich könnte vor wut darüber schnauben - was soll ich glauben und denken - ich kann nur von meinen eigenen erfahrungen zehren und vermute hier seitens meiner mutter mehr lüge als wahrheit - andererseits schatz und ich leben hier saugut, wir haben uns eingelebt so ohne kind und ich verdränge gut - vielleicht einfach schon um zu überleben - vielleicht auch aus anderen gründen
ich komme derzeit gar nicht klar, meine gedanken in einer spirale
ich werde mich meiner verantwortung nicht entziehen - aber wie soll ich mit guten gewissen nun endlich entscheiden und auch für eine für alle ungewisse zukunft - weder planbar noch kalkulierbar sprechen wenn mich anscheinend eine partei belügt und sogar hintergeht -
wir reden hier nicht nur über eine probezeit und vielleicht sollte diese sein - wir haben angst - wir hier in berlin und sicherlich auch k. - welche spiele werden gespielt und wie könnte eine zukunft hier zu dritt aussehen - meine frau hat angst - ich ebenso
und meine gedanken kreisen - gehirnfick halt!
wann ist ruhe? wann ist das gewissen beruhigt? wie ist es richtig - gibt es gewinner oder verlieren wir alle?
die vergangenheit holt einen halt immer irgendwann ein -
ich will nicht jammern oder gar mitleid - aber es ist so verdammt schwer - aber für fehler muß man grade stehen und weglaufen ist keine lösung!
uff!
und fuck you murphy!
6 Kommentare
du hast es echt nicht leicht ! Ich kann dir leider keinen richtigen Rat geben; aber
Ich bin hier oft und lese. Es ist zu wenig, dass weiß ich.
Ich hab dich lieb. Das ist alles, was ich dir für deine vielen Kommis bei mir zurückgeben kann.
Mir fehlen Worte.
Worte, die das ausdrücken, was ich dir sagen möchte.
Manchmal hasse ich mich, weil ich Autist bin. Du wirst das verstehen.
Lithium - ich schenke dir meine Zauberwelt. Eine Welt aus vielen Seifenblasen, die so schön schimmern.
Nur, du mußt vorsichtig sein. Jede Bewegung läßt etwas zerplatzen. Es wäre Schade darum.
Pass auf dich auf, ich denke an dich.
lg Archi
vielleicht klingt es hier geschildert auch viel schlimmer als alles ist - ich werde damit klar kommen - habe es gelernt "klar" zu kommen
und du..selbsthass? wieso - lerne es zu schätzen das du nicht gleicher als gleich bist und etwas besonderes hast! - ich weiß - es ist oft schwer - aber es gibt diese momente in denen man es auch genießen kann - bewahre sie - vielleicht in einer unzerbrechlichen seifenblase???
danke für die lieben worte!
So als von einer Mutter im Stich gelassenes Kind, also ich jetzt:
Vielleicht isses jetzt einfach an der Zeit, für Dein Kind da zu sein.
Ich schätze...okay, ich kenne K. nicht. Aber...wenn ich damals nen Hilferuf an meine leibliche Mutter geschicht hätte und...sie hätt mich nicht zu sich genommen..ich glaub, das hätt ich ihr niemals verziehen.
(Gut okay, stattdessen gibts viele andere Dinge, die ich ihr wohl nie verzeihen kann, aber das is ne andere Geschichte)
Ein Kind ist nunmal...ein Kind..ist ein Kind ist ein Kind. :-|
Und es wird immer Deins sein.
Und ich denke...es kann doch auch toll sein, sich drum zu kümmern, und ihm aus dem eigenen Erfahrungsschatz Hilfestellungen und Tipps mit auf den Weg zu geben und..all das.
Haaach Mist, ich lehn mich sicherlich zu weit aus dem Fenster.
Ist schwer, die Lage richtig einzuschätzen nur anhand jetzt dieses Blogartikels von Dir.
Ist ja auch immer alles nicht ganz leicht, ich weiss.
Aber zumindest ein lapidares "wir sind lieber ohne Kind" lass ich nicht gelten, weisst? :-|
Es ist Dein Kind. Und wenn sie jetzt nicht zu Dir zieht...ich fürchte, dann ist da irgendwann nichts mehr.
(Schlimm genug, dass der Vater einfach weg ist... Die Kleine tut mir gerade irre leid. :-|)
Und irgendwann später bereust es vielleicht bitter, das Leben mit Deinem Kind, das Du nicht hat erleben können.
Hau mich ruhig, wenn ich Schwachsinn rede.
Und korrigier mich, wenn der KOmmi Mist ist, weil da soviel Sachen noch drumrum sind, die jetzt im Blogartikel nicht drin stehen. (solche Familien-Geschichten beinhalten ja meist jahrzehntelange Romane... *sfz* Ich kenn das...)
*sfz*
es ist einfach so verzwackt das ganze - klar kann sie zu mir kommen - aber das muß ja auch vernünftig alles geregelt werden und mal eben so als nacht- und nebelaktion auch nicht durchführbar
mein problem und das ist das größte - ich könnte mich fast täglich in den arsch beißen es überhaupt dazu kommen gelassen zu haben..ich meine...warum habe ich oberdepp sie beim vater gelassen??? und warum lasse ich mich dann noch um herrgottswillen darauf ein erst noch meine dinge für ein paar wochen in hannover zu regeln? - und dann...nach so 3 - 4 monaten war ich soweit und dann fand die kleine das so toll -.. ich meine..sie hat da ihre freunde - ihre gewohnte umgebung und sie hat eine oma die meine mutter ist und das ist ja grade das schlimmste daran... und ich will mich nicht rausreden - letztendlich ist es meine verdammte pflicht die ich natürlich auch bequemlicher weise auch vor mir herschiebe - aber wer verdammt in nochmal sagt mir was dieses spielchen soll ... mal will sie kommen..dann mach ich das klar...dann will sie wieder da bleiben wo sie ist...ich komme da einfach nicht hinter...
ich darf mittlerweile erwähnen dass sich das thema mit umzug nach berlin erledigt hat...es herrscht im trauten ruhrgebiet wieder friede freude und eierkuchen und ich komme mir mal verarscht vor ... vielleicht zu recht - vielleicht meine strafe
und ich habe ein mulmiges gefühl in der magengrube diese entscheidung von meiner tochter zu akzeptieren DORT zu bleiben - ich hab heute ja gesagt unter der bedingung in den nächsten ferien einige wochen hier zu sein ... vielleicht auch immer fehlalarm - andererseits kenne ich meine mutter
ach verdammt - ich sollte einfach bestimmen (ich hab ja das sorgerecht) - aber was ist wenn diese entscheidung sie nach hier zu holen falsch ist? was ist wenn ich überreagiere? andererseits nutzt die mittlerweile in der pubertät steckende k. dies auch aus in mir immer eine notlösung (?) zu sehen wenn es streit gibt und sie über die stränge schlägt?
ich drehe mich und finde dazu keine lösung - vielleiht ist die feriensache mal ein guter anfang auch mehr klarheit zu kriegen - denn es ist ja alles immer so supertoll wenn nicht grade mal ein kleinkrieg dort ausgebrochen ist....
*hmpf...
ich will einfach nicht schon wieder einen fehler machen der zu lasten der kleinen geht - aber vielleicht mache ich grade diesen - aber sie versicherte mir eben in einem fast 1stündigen telefonat dass alles jetzt wieder gut ist, die dort gesprochen haben und überhaupt und verneinte meine fragen hinsichtlich manipulation - aber entspricht dies auch der wahrheit???
Wie ist denn generell der Kontakt zu ihr? Nur dann, wenn sie es gerade nicht aushält dort? Oder ist sie in Ferienzeiten mal für 1-2 Wochen bei Euch? (und ich meine bewusst 'bei euch', nicht 'Du bei ihr')
Normalerweise denk ich mir (normaaaaaalerweise; glaube, in solchen Fällen gibts irgendwie kein normal, weil sowieso alles kopfüber läuft), würdest Du doch ein gewisses Muster wieder erkennen, wenn da gegen Deine Tochter irgendwas läuft, was auch Du früher durchmachen musstest. (so klingts jetzt, als ginge es um irgendwas dahingehend, weil Du immer wieder betonst 'ich kenne meine Mutter doch').
Schwierig. Ich denke schon, dass Teenies Biester sein können, die gerne anfangen alles mögliche an Karten auszuspielen, wenn notwendige Strenge unbequem wird.
Hmpf. :-|
Ich schätze, ich verstehe Dein Dilemma jetzt.
natürlich hört sich das jetzt auch wieder echt gut an - so als ob ich die liebe gute bin - aber ich mache es mir auch natürlich sehr einfach und unsere ängste und auch schatzis sind ja nicht unbegründet - wir führen ein total freies und unabhängiges gut situiertes leben - aber trotz dessen kann k. immer zu mir kommen - aber vielleicht muß ich dabei auch einfach noch mehr nachhelfen - und ich ahne auch schon irgendwie dass meine mutter k. immer wieder schön erklärt und darstellt dass sie hier ein störfaktor ist und uns nur zur last fällt - und klar wird unser leben dann auf den kopf gestellt - aber dann ist es halt so - ganz gleich mit welchen konsequenzen (vor denen wir hier natürlich auch ängste haben weil es ja auch schief gehen könnte)- aber ich will sie ja auch nicht zwingen - aber vielleicht sollte ich es
die entfernung ist einfach zu groß um das mal mehr alles unter kontrolle zu kriegen



